02.11.2019

Jugendforum als Startup

Jugendforum als StartupBild: SPD - Graben-Neudorf

"Jugend" beschreibt das Wörterbuch als Alterabschnitt von später Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Unter "Beteiligung" ist "Sichbeteiligen, Mitwirken" zu verstehen. "Jugendbeteiligung" bedeutet also, die Mitwirkung von Menschen im Alter zwischen Kind und Erwachsensein.

2015 änderte der baden-württembergische Landtag mit rot-grüner Mehrheit die Gemeindeordnung (GemO) und machte aus einer Kann-Formulierung („Die Gemeinde kann Jugendliche[...] beteiligen.“) eine Verpflichtung zur Beteiligung, die sogar auf Kinder erweitert wurde: „Die Gemeinde soll Kinder und muss Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen.“ (§ 41a GemO).

Eine Jugendbeteiligung in Graben-Neudorf gab es schon einmal, nämlich den Jugendgemeinderat. Das Interesse der Jugendlichen daran war seinerzeit jedoch so gering, dass diese Einrichtung 2008 aufgegeben wurde. Deshalb beantragte die SPD-Fraktion im Mai 2018 zunächst die Erarbeitung eines Beteiligungskonzeptes für Jugendliche durch die Verwaltung. Das Ergebnis fand am vergangenen Mittwoch in Gestalt eines Jugendforums statt: GRABEN-NEUDORF – DEINE GEMEINDE, DEINE IDEEN!

„Demokratie kann nicht wie Vokabeln gelernt werden, sondern muss im Alltag praktisch erlebbar sein“, sagt der jugendpolitische Sprecher der SPD, Andreas Kenner MdL zur Jugendbeteiligung. Zafer Kaya, Vorstandsmitglied der SPD Graben-Neudorf und ehrenamtlich in der Jugendarbeit aktiv, stimmt dieser Aussage zu und ergänzt: „Jugendbeteiligung ist ein Prozess, der immer neue Impulse braucht.“ Seine Söhne waren Teilnehmer des Jugendforums 2019. Sie nutzten die Gelegenheit, Wünsche und Kritik vorzutragen. „Ein gutes Startup“, bescheinigt Kaya dem Jugenbeteiligungsformat.