21.05.2020

Energiewende - Eine neue Ära hat begonnen

Energiewende - Eine neue Ära hat begonnenBild: SPD - Graben-Neudorf

Als die Energiewende eingeläutet wurde, waren wir alle voller Hoffnung auf ein normales Leben im Einklang mit unserer Umwelt, dass so ein Wandel nicht von heute auf morgen vollzogen werden kann, war bestimmt jedem bewusst. Es gab, wie immer bei etwas neuem, viele Fragen zu beantworten wie, wo kommt dann der Strom her, ist nur eine Verlagerung der Probleme oder Augenwischerei? Manche Fragen wurden beantwortet, aber manche auch nicht. Bei manchen Fragen stehen die Antworten im Raum. Es gibt den Umschwung auf die Elektromobilität, ob sinnvoll und wirklich umweltfreundlich ist noch nicht ganz klar; es gibt die Wind-, Solar- und Wasserenergie, welche eine echte Alternative zu Atom- und Fossiler Energie darstellt.

Ebenso wie diese "kostenlose" Energie Befürworter hat, so hat auch sie ihre Gegner.

Als letztes Zeichen einer „alten Energiegewinnung aus Atom“ wurden am 14. Mai die beiden Kühltürme des Atomkraftwerks, AKW, Philippsburg in der Frühe gesprengt. Durch die Pandemie war es mehr ein Abschied in aller Stille und ohne großes Gedöns. Wo in normaler Zeit Tausende dem Spektakel zugesehen hätten, waren es nur eine überschaubare Zahl von Menschen, die sich eingefunden hatten. An Stelle der beiden Kühltürme wird nun ein Kollektor (Umspannwerk für Windstrom) gebaut, um den Windstrom aus den Windanlagen in brauchbaren Wechselstrom umzuspannen. Der in den Windanlagen erzeugte Strom ist s,g. Gleichstrom mit Plus und Minus Polarität. Um über lange Strecken den Strom verlustfrei transportieren zu können, ist Gleichstrom, wie er aus Windkraft erzeugt wird, genau richtig. Aber um ihn im Haushalt gebrauchen zu können, ist die Umspannung in Wechselstrom notwendig.

Eine weitere Energiequelle möchte nun die Deutsche Erdwärme Gesellschaft erschließen, die Erdwärme oder Geothermie. Hierbei, für uns recht unbekannt, hört man oft von den damit verbundenen Problemen bei der Erschließung solcher Energiefelder, wie z.B. Staufen im Brsg. Landau in der Pfalz und an weiteren Orten in unserer Nähe. Bei der Vorstellung des Vorhabens durch einen Professor im Auftrag der DEW wurde eine möglichst umfangreiche Transparenz und Aufklärung durch die Beantwortung aller Fragen und Ängste zugesichert. Bislang ist dergleichen nichts geschehen, soll hier etwa Tatsachen vor Aufklärung geschaffen werden da es sich um Bergrecht handelt und nicht um Kommunalrecht? Um was auch immer es sich handeln wird, der Bürger, also wir haben das Recht auf Aufklärung über alle möglichen Risiken und Gefahren für uns, unser Eigentum und nicht zu vergessen für unsere Umwelt, denn wir möchten nicht aus einer Gefahr entronnen in die nächste hineinschlittern. Dafür leben wir viel zu gerne hier. Ich möchte an dieser Stelle ebenso an die DEW appellieren unverzüglich mit detaillierten Informationen über Ihr Vorhaben, über die Risiken und über die Projektkosten ebenso über die Absicherung der Geschädigten bei aufgetretenen Schäden an Gebäuden und anderem Eigentum durch die Bohrung nach der Erdwärme.

Aus dem Gesetz geht über eine dezidierte Schadenshaftung des Verursachers, hier die DEW, nichts hervor. Dieser unklare Rechtsumstand macht für uns die Sache und den Umgang mit der Erneuerbaren Energie leider nicht einfacher, denn selbst der Gesetzgeber hat hier keine greifbare Regelung getroffen und verweist auf die Vertragsgestaltung. Meiner Meinung und meinem Rechtsempfinden nach hat derjenige welcher einem anderen einen Schaden zufügt diesen auch zu beheben.