24.04.2020

SPD - Dialogtour / Wohnen

SPD - Dialogtour / WohnenBild: SPD - Graben-Neudorf

Wie ich schon vom Beginn der Dialogtour berichtete, möchte ich an den vorherigen Bericht anknüpfen und die einzelnen Foren kurz beleuchten.

Als erstes möchte ich das Forum Wohnen vorstellen.

In diesem Forum wird die Frage beleuchtet, was aus politischer Sicht erforderlich ist um jedem einen bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können, was das Land, die Städte und die Kommunen tun können, ja was sie müssen, um für jedes Bedürfnis Wohnraum zur Verfügung zu stellen, welche den Anforderungen bezahlbar für alle, schonend für das Klima und wertvoll für den Zusammenhalt genügen werden.

Als erstes stelle ich Euch den Baustein 1 >Stadt und Land bezahlbar für alle< vor.

Moderne Wohn- und Quartierkonzeptionen sind essentieller Bestandteil der Entwicklung Baden-Württembergs, wobei die Wahl, ob man in der Großstadt, im Verdichtungsraum oder im ländlichen Gebiet leben möchte, nur von den eigenen Lebensbedürfnissen, den Bedürfnissen der nächsten und nicht vom Geldbeutel abhängig sein darf. Weiteres werde ich in den nächsten Ausgaben ausführen.

Um einen Wohnort für den Zuzug von Familien, älteren Menschen und Singles attraktiv zu gestalten, bedarf es Voraussetzungen seitens der Gemeinde, die Attraktivität so zu schaffen, dass der Wunsch entsteht, hier möchte ich wohnen. Für die meisten sind für einen Zuzug von entscheidender Bedeutung, dass die örtliche Infrastruktur aus einem Angebot von ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Arbeitsplatznähe, kulturellem Angebot, vielseitigem Vereinswesen, Betreuungsmöglichkeiten und schulischem Angebot besteht. Hier ist die Gemeinde in der Pflicht.

Gerade hier in Graben-Neudorf sind die Voraussetzungen bestens gestaltet und werden durch die „Neue Mitte“ noch mit einem Sahnehäubchen versehen. Betrachtet man die Zuwächse in der Einwohnerstatistik, so sprechen die Zahlen für die Attraktivität unserer Gemeinde und dafür, dass wir auf dem richtigen Wege sind.

Da nicht jedermann Wohneigentum schaffen kann, ist ein gesundes Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter von entscheidender Bedeutung für eine gesunde Ortsentwicklung. Hierbei ist es ebenso wichtig, dass einem spekulativen Wohnungsleerstand bzw. einer überzogenen Miete Einhalt geboten werden muss, um die Attraktivität nicht ins Gegenteil zu kehren. Die Nähe der Bewohner untereinander, sei es im Wohnhaus, in der Nachbarschaft, beim Einkaufen sowie im Vereinsleben, ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Dass es bei uns funktioniert, zeigt unser reges Vereinsleben, zeigt sich in dem regen Zuspruch bei Gemeindeveranstaltungen und an den vielen „Schwätzchen“ vor dem Haus, beim Einkaufen und bei zufälligen Begegnungen.

In der heutigen Zeit ist es mehr als notwendig, von der Ich-Mentalität Abstand zu nehmen und sich mehr dem Solidargedanken zuzuwenden, um so der Vereinsamung in der Gesellschaft entgegenzuwirken.